Lesermeinungen

Hier finden Sie, was andere Leser über unsere Werke geschrieben haben.

Zu „Das Lidcombe-Programm zur Behandlung frükindlichen Stoterns“ von Christina Lattermann

„Ein Buch, das lange überfällig war und sicher von vielen, die gerne mit dem Lidcombe-Programm arbeiten, sehnsüchtig erwartet wird. ...
Ein Kernstück des Buchs stellt der Aufbau der Therapie dar, der detailliert und mit allen Fallstricken erläutert wird. Viele Themen, denen man im Therapiealltag schon begegnet ist, werden hier aufgegriffen und erörtert. Man stößt auf einige Punkte, die man in der Therapie noch besser verfolgen könnte und die vielleicht im Rahmen der Fortbildung nicht wahrgenommen oder verstanden wurden. Wichtige Details sind nochmals in kurzen Schaubildern zusammengefasst und mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis ergänzt. Auch werden praktische Anwendungen mittels konkreter Spielideen vermittelt. ...
Der Autorin ist es wichtig, das Lidcombe-Konzept nicht nur mit seinen Vor-, sondern auch mit seinen Nachteilen darzustellen, so dass die Therapeutin beurteilen kann, wann und wie die Arbeit mit dieser Therapipemethode erfolgreich sein kann und worauf man zurückgreift, wenn das Lidcombe-Programm nicht die Methode der Wahl ist. ...
Mein Fazit: Ein sehr gut zu lesendes Buch, das klar anleitet und eine Hilfe für alle ist, die mit diesem Konzept bereits erfolgreich arbeiten.“
Astrid Brunnbauer in Forum Logopädie, Heft 4, 2010.

Zu „Intensiv-Modifikation Stottern: Die Desensibilisierung“ von Hartmut Zückner

„Wieder einmal: Sehr gelungen! Ein gut strukturierter Ansatz, der in komprimierter und klarer Form ein für viele schwieriges Thema der Therapie des Stotterns aufgreift. Die Leserin und Anwenderin findet hier eine Konkretisierung des Ansatzes von Charles Van Riper, auf dem die IMS aufbaut, aber auch alternative Herangehensweisen. Sie kann ihren Kenntnisstand bzgl. der Desensibilisierung auf hilfreiche Art wieder auffrischen bzw. erweitern. Sie bzw. ihr Patient kann mit der CD das Pseudo- und das Nettostottern üben und die verschiedenen Übungen als Idee und Strukturhilfe für die Therapie nutzen. Das Buch und die Materialien sind ihren Preis wert!“
Stephan Blind und SchülerInnen der Logopädischen Lehranstalt Bochum in Forum Logopädie, Heft 6, 2009.

„In gewohnt sehr gut strukturiert-systematischem Aufbau legt Hartmut Zückner praktisches Therapiematerial für die Stottertherapie mit Jugendlichen und Erwachsenen vor. ... Die Stärke der Veröffentlichung liegt im praktischen Material für die Arbeit mit dem Patienten. ... Fazit: Ein sytematisch fundiertes Material, das in der Therapie gut einsetzbar ist.“
Anja Mannhard in LOGOS Interdisziplinär, Heft 4, 2009.

Zu „IMS für Kinder - Märchen mit Prolongationen und Pull-Outs“ von Sabine Kuckenberg & Hartmut Zückner

„Die Generalisierung der Sprechtechniken 'Prolongation' und 'Pullout' gehört zu den schwierigsten Phasen der Stotter-Modifikation. Hier setzt die Märchen-CD aus der IMS (Intensiv-Modifikation Stottern) für 5-9-jährige Kinder an: Sie vermittelt, dass der Einsatz dieser Sprechtechniken am Symptom oder zur Vorbeugung etwas Selbstverständliches sein kann.
Ihr hervorragender Einsatz durch eine Sprecherin und einen Sprecher [de]sensibilisiert gegen Unterbrechungen des Redeflusses, gegen Zeitverlust durch diese Techniken, ihre Andersartigkeit gegenüber dem 'normalen' Sprechen und auch gegen Symptome. ...
Die CD kann nach Hause mitgegeben werden aber auch im Therapieraum gemeinsam gehört werden und zur Reflexion von Gedanken und Gefühlen beim Zuhören dienen. Nicht zuletzt stellt die CD eine Möglichkeit der Desensibilisierung für Eltern dar. Insgesamt eine gute Ergänzung für die Modifikations- und Generalisierungsphase mit Kindern.“
Peter Schneider in Forum Logopädie, Heft 2, 2009.

Zu „Intensiv-Modifikation Stottern für Kinder“ von Sabine Kuckenberg & Hartmut Zückner

„... Das vorgestellte Therapiematerial ... umfasst einen hervorragenden, knapp und präzise geschriebenen methodisch didaktischen Teil mit einer Analyse der artikulatorischen Abläufe in Stotter-Ereignissen. Daraus werden die Merkmale und Wirkungsweise der Sprechtechniken 'Prolongation' und 'Pull-Out' abgeleitet (Breitenfeld und Lorenz, 1994; Zückner, 2004). Der Schwerpunkt liegt hier auf der Erarbeitung einer sauberen und gut automatisierten Prolongation, die ja per se den zweiten Teil des Pullout darstellt. Sehr detailliert und kleinschrittig wird die Erarbeitung und Übung dieser Techniken bis hin zum Transfer in den Alltag beschrieben. ...
Viel Kreativität und Sorgfalt ist in die vielfältigen Sprechaufgaben eingeflossen, so dass es für jede Erarbeitungsphase wirklich genug Übungsmöglichkeiten für die Therapiesituation und zu Hause gibt. Alle Materialien sind in chronologischer Reihenfolge ihres Einsatzes im Laufe der Therapie angeordnet und erleichtern so wesentlich die Vorbereitung. Die CDs sind so angelegt, dass dort jede Übungsaufgabe isoliert eingesetzt werden kann und so auch gut für Hausaufgaben geeignet ist. Sprecher sind sowohl Erwachsene als auch Kinder, was die CDs motivierender gestaltet. Alle Sprecher bieten ein hervorragendes Modell für die Techniken.
An der Lehranstalt für Logopädie in Aachen wurden erste Erfahrungen mit dem Material gesammelt: Sowohl Kinder, die mit Materialien aus dieser Sammlung gearbeitet haben als auch deren Eltern und nicht zuletzt die Studierenden selbst kamen zu positiven Bewertungen.
Insgesamt ein sehr differenziertes und anspruchsvolles Material, das der Therapeutin einerseits viel Arbeit abnimmt, sie andererseits nicht der Verantwortung enthebt, das Kind bei dieser anstrengenden Therapie zu motivieren, das Material patientenorientiert auszuwählen und ggf. zu modifizieren. Vor allem muss sie selbst die Techniken beherrschen und so desensibilisiert sein, dass sie für den Transfer als Modell dienen kann.
Auch wenn der Preis auf den ersten Blick hoch erscheint - das Material ist auf jeden Fall sein Geld wert!“
Peter Schneider in Forum Logopädie, Heft 4, 2007.

„... Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise von Prolongation und Pull-Out stellen Kuckenberg und Zückner zunächst ihre Sichtweise zur Symptomatologie von Stottersymptomen gut verständlich dar, bevor sie dann sehr detailliert auf den Aufbau, die Abfolge und das Einüben der Techniken eingehen. An dieser Stelle werden der Einsatz der diversen Materialien (Spiel- und Übungsbögen, Übungs-CDs) erläutert sowie Möglichkeiten und Probleme des Transfers und der in-vivo-Arbeit ausführlich berücksichtigt. Die verschiedenen Übungsmaterialien sind sehr übersichtlich jeweils nach Lautgruppe, sprachlicher Ebene und Schwierigkeitsgrad geordnet.
Die vier CDs enthalten gut strukturierte, kleinschrittige Übungen zum Zeitlupensprechen, zu Prolongationen und Pull-Outs in deutscher und englischer Sprache. Nach klaren Durchführungsanweisungen und vorgesprochenen Beispielen haben Kinder jeweils mehrfach die Möglichkeit, ihre eigenen modifizierten Wörter mit den Vorgaben zu vergleichen. Die vier SprecherInnen (Frau, Mann, Mädchen, Junge) bieten verschiedene Vorbilder bzgl. Sprechtempo und Stimmlage und geben den stotternden Kindern die Möglichkeit, sich neben der TherapeutIn an zusätzlichen Modifikations-Modellen zu orientieren. ...
Zusammenfassend bietet das Paket aus Theorie- und Praxisteil eine sehr erfreuliche Ergänzung zu bisherigem Material der Stottertherapie für Kinder. Dort wo Kinder-Konzepte bisher eher an der Oberfläche geblieben sind, geht dieses durchdachte Material in viele Details der Modifikationstechniken. Wer sich einmal in den Ablauf des Konzeptes eingearbeitet hat, dem ermöglicht der strukturierte, hierarchische Aufbau des ausführlichen Materials den flexiblen Zugriff auf Übungen des individuellen Leistungsniveaus einzelner PatientInnen. Ihr fundiertes Wissen und die langjährigen Erfahrungen in der Stottertherapie zeigen die AutorInnen auch besonders, wenn es um mögliche Probleme der Umsetzung von Techniken und ihre Lösungen geht. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Medien unterstützt TherapeutInnen bei einer abwechslungsreichen und motivierenden Therapie und bietet viele Möglichkeiten zum Selbsttraining für die PatientInnen.“
Julia Pape-Neumann in LOGOS Interdisziplinär, Heft 3, 2007.

„Die Anzahl der Materialien für die Stottertherapie mit Kindern, beruhend auf einem schlüssigen therapeutischen Konzept, ist im deutschsprachigen Raum überschaubar. Erfreulich, dass wir nun eine Neuerscheinung aus dem Natke Verlag dazu zählen können. ...
Fazit: Das Übungsprogramm 'Intensiv-Modifikation Stottern für Kinder' ist sehr gut und empfehlenswert für all diejenigen, die mit direkten Methoden in der Stottertherapie mit Kindern arbeiten wollen.“
Angelika Schindler in Die Sprachheilarbeit, Heft 3, 2008.

Zu „Was ist ein U-U-Uhu?“ von Peter Schneider & Gisela Schartmann

„... Dieses Buch macht nicht nur Kindern Mut, sondern lässt auch Erwachsene und nichtstotternde Kinder Einblick in die Welt des Stotterns nehmen. Es eignet sich für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter. Es ist ein Buch, das sich hervorragend zum interaktiven Lesen eignet. Da sich die wichtigen Dinge, die der Igel sagt, um sich Gehör zu verschaffen, refrainartig wiederholen, lassen sich die Kinder sehr leicht zum Mitsprechen animieren und lernen dadurch ganz nebenbei, wie man sich gegen Hänseleien wehren kann. ...
Last but not least muss die zauberhafte Illustration von Gisela Schartmann erwähnt werden. Mit ihrer offensichtlichen Liebe zum Detail lassen sich auch nach mehrmaligem Anschauen immer wieder neue Dinge entdecken, die das Abenteuer des kleinen Igels unterstreichen.
Auf dieses Kinderbuch haben wir lange gewartet, es ist ein großer Gewinn und TherapeutInnen, die mit stotternden Kindern arbeiten, sehr ans Herz zu legen.“
Corinna Lutz in LOGOS Interdisziplinär, Heft 1, 2007.

„... Das Buch will ein Mutmach-Buch sein, und genau das ist es auch! Es benennt ganz offen Zurechtweisungen, Vorurteile und kränkende Zurückweisungen wegen des Stotterns, und es benutzt Formulierungen, die diejenigen unter den stotternden Kindern kennen, die negative Erfahrungen mit Ausgrenzung und Stigmatisierung wegen des Stotterns haben. Das Buch thematisiert deutlich Mobbing wegen des Stotterns, und es zeigt Lösungsmöglichkeiten dafür auf. Man spürt dabei das große Fachwissen der Autoren über Stottern und den Respekt vor den stotternden Kindern mit ihren Nöten.
Das Buch eignet sich hervorragend für alle, die mit stotternden Kindern zu tun haben. Es erleichtert das Sprechen über Stottern, und es enttabuisiert das Stottern. Dadurch schafft es Möglichkeiten, mit dem Kind über seine Verletzungen zu sprechen. Damit eignet es sich für die behutsame und direkte Annäherung ans Thema Stottern in der logopädischen Therapie.
Durch die kindgerechte Erzählweise und die sehr ansprechenden Illustrationen ist es auch ein Buch für Eltern und Kinder und für den Kindergarten. Der informative Anhang wendet sich an die Erwachsenen, vermittelt kurz zusammengefasst wichtige Hintergrundinformationen zum Stottern und hilft, die Intention des Buches verstehen.
Fazit: Ein sehr lohnendes Bilderbuch - das erste, das Stottern und die kränkenden Reaktionen aus der Umgebung direkt thematisiert.“
Christiane Koch in Forum Logopädie, Heft 2, 2007.

„... Was ist ein U-U-Uhu? ist ein konfrontatives, ehrliches Buch, da es beim Namen nennt, worüber sonst geschwiegen wird. Damit bricht es Tabus in einfühlsamer Weise auf. Das Buch folgt einer klaren Struktur und arbeitet mit Wiederholungen, wodurch die Aussagen intensiviert werden. Die sehr ansprechenden Illustrationen von Gisela Schartmann veranschaulichen die genannte Thematik hervorragend und animieren zum Erzählen. ...
Das Buch von Peter Schneider macht Mut, indem es Ausgrenzungsmechanismen und Lösungswege aufzeigt. Ein wirklich sinnvolles Buch, das eine echte Lücke schließt!“
Martina Ulm in Der Kieselstein, Heft 6, 2007.

„Das Leben bietet immer wieder Überraschungen und manchmal sind sie erstaunlich erfreulich. Was ist ein U-U-Uhu? zählt für mich zu den erfreulichen Entdeckungen, die ich in letzter Zeit gemacht habe. Bin ich doch auf der Suche nach anspruchsvoll illustrierten Büchern für Noch-Nicht-Lesende auf eine künstlerische und pädagogische Perle gestoßen. ...
Dieses Mutmachbuch für stotternde Kinder gehört bei anspruchsvollen Eltern ... unbedingt ins Bücherregal ihrer Kinder!“
Matita C. Leng in Junior Edition, 1/II-2007.

„... Auf Aquarellen in erdigen Naturtönen lassen sich die Erlebnisse des Igels textnah illustriert mitverfolgen. Das treuherzige Igelkind mit großen Kulleraugen ist eine sympathische Figur, seine Geschichte ist einfach aber wirkungsvoll mit eingebautem Stottern in den Dialogen erzählt. Für betroffene Kinder sicher eine gute Hilfestellung, die im Umfeld für Verständnis wirbt. Zudem klärt eine Doppelseite für Erwachsene wichtige Fragen zum Thema. Gern empfohlen.“
Andrea Wanner in ekz-Informationsdienst ID 47/06, 2006.

Zu „Aachener Analyse unflüssigen Sprechens - AAUS“ von Peter Schneider & Hartmut Zückner

„... Die AAUS ist aus dem Unterricht zur Auswertung von Spontansprache bei Redeflussstörungen an der Lehranstalt für Logopädie Aachen hervorgegangen und von daher besonders gut zum Erlernen einer Spontansprachanalyse von Stotterern geeignet. Sie berücksichtigt den neuesten Forschungsstand, führt zur Ermittlung therapierelevanter Daten und bietet eine solide Grundlage für Evaluationsverfahren und Therapieforschung. ...
Anhand der DVD und der Übungstranskripte können erfahrene Untersucherinnen die AAUS sehr gut selbständig erlernen. Für Auszubildende bietet die DVD eine sehr gute Unterstützung zum logopädischen Unterricht, die Symptomatik von Stottern erkennen zu lernen und Spontansprache auszuwerten. “
Ulrike Sick in Forum Logopädie, Heft 2, 2006.

„Damit [gemeint ist der Klappentext] wird viel versprochen - aber auch gehalten! Zusammen mit Schüler/-innen der Lehranstalt Bochum habe ich die AAUS getestet und bin wie der größte Teil der Schüler/-innen der Meinung, dass die AAUS zwar zeitaufwändig und anspruchsvoll, jedoch ein Gewinn für die qualitative Einschätzung der Spontansprache ist und zu guten Erkenntnissen für eine individuelle Therapie führen kann. ...
Die schriftlichen Ausführungen wurden als sehr gut bis gut bewertet, die speziellen Anweisungen für Analyse mit gut bis befriedigend. Die Schüler/-innen empfanden die Beispiele zu den einzelnen Symptomen auf der DVD im Großen und Ganzen als deutlich und hilfreich, genau wie die beiden Patientenbeispiele zur Übung der Transkription und Analyse, wobei das Beispiel des Kindes als schwieriger zu beurteilen empfunden wurde. Deutlich war bei den Schüler/-innen der Wunsch nach mehr Übungsbeispielen. Das 'Partiturtranskript' wurde für die Analyse als sehr hilfreich betrachtet, genauso wie der Protokollbogen.
Fazit: Die AAUS ist gut erklärt und übersichtlich gestaltet. Sie liefert genaue Informationen über das Kern- und Symptomverhalten. Die Auswertung ist komplex, was als hilfreich als auch zeitaufwändig gesehen wird. Für die Einarbeitung in die AAUS benötigt man viel Zeit. Das Manual und die DVD sind didaktisch gut aufgebaut. Den Autoren ist bewusst, dass der notwendige Aufwand wohl nicht von allen Terapeuten/-innen geleistet werden kann.
Meinem Erachten nach ist die Anschaffung der AAUS jedoch für jeden Unterrichtenden im Bereich der Redefluss-Störungen, hoffentlich auch für die Therapeut/-innen, die sich viel mit diesem Störungsgebiet beschäftigen, wirklich sinnvoll.“
Schüler/-innen der Lehranstalt Bochum & Stephan Blind in LOGOS Interdisziplinär, Heft 3, 2006.

Zu „Stottern: Lebenslänglich hinter Wörtern“ von Marty Jezer

Ein kommender Klassiker in der Behindertenliteratur
Haben Sie sich jemals gefragt, was Stottern ist, wie ein Stotterer sein unflüssiges Sprechen erlebt, was ein Stotterer erlebt und was an dem gängigen Klischee, das Komödienschreiber so gern ausnutzen, eigentlich dran ist? Marty Jezer, ein erfolgreicher US-Autor hat hier eine Art Fachbuch in Form eines Lebensberichts geschrieben, wobei die lebendigen Schilderungen von Erlebnissen und zum Teil verblüffende Einsichten des Autors für mich den Wert des Buches ausmachen. Ein Selbstzeugnis, das in eine Reihe mit 'Mein linker Fuß' von Christy Brown und 'Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte' von Oliver Sachs gehört. Eine Pflichtlektüre für alle Fachleute und solche, die es werden wollen.“
Andreas Starke, Kundenrezension bei Amazon, 31. März 2005

„... Die Erkenntnis, tatsächlich lebenslang hinter Wörtern gefangen zu sein und selbst nach vielen intensiven Sprachtherapien nicht sicher flüssig zu sprechen, konnte er erst nach Jahrzehnten der Auseinandersetzung akzeptieren. Dabei klingen an keiner Stelle Resignation oder Ressentiments gegenüber Therapeuten oder den zum Teil skurrilen therapeutischen Richtungen an, nach denen Jezer behandelt wurde. Der von der Gestalttherapie beeinflusste Autor blickt wertschätzend und mit seiner Verhangenheit versöhnt zurück. Jezer überrascht mit seinem Insider-Wissen über die vorwiegend anglo-amerikanische Therapeutenszene. Gleichzeitig dokumentiert er mit seiner Biografie die Entwicklung der Stottertherapie in den letzten fünfzig Jahren. Neben seiner persönlichen Geschichte erläutert er 'flüssig' und gut verständlich die theoretischen Hintergründe und erläutert seine fundierten Erkenntnisse sorgfältig und nachvollziehbar. ...
Seiner Biografie, die in einzigartiger Weise fundiertes theoretisches Wissen vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen reflektiert, sind viele Leser zu wünschen.“
Oranna Christmann in Die Sprachheilarbeit, Heft 6, 2005.

„... In einer abwechslungsreichen Zusammenstellung von autobiografischen Erfahrungen mit seinem Stottern und abstrahierenden Erkenntnissen und Informationen zum Stottern und zu Stottertherapien beschreibt er seinen Weg, der ihn von der Kindheit in New York über ein Journalistikstudium und Aktivitäten in der Bürgerrechtsbewegung zu seinem Leben als 'Aussteiger' und politscher Autor in der amerikanischen Provinz führte. Nebenbei gewinnt der Leser einen spannenden Einblick in die gesellschaftspolitische Entwicklung der Bürgerrechts- und Antikriegsbewegung in den USA, an der sich der Autor sehr engagiert beteiligte. Die gute Lesbarkeit ist dem Umstand zu verdanken, dass Marty Jezer ein professioneller Buchautor war, der mehrere Bücher über die neuere amerikanische Geschichte geschrieben hat. Die Lebendigkeit seiner Sprache ist in der sogfältigen Übersetung ungebrochen erhalten geblieben, für die der Herausgeber ein junges Übersetzerteam der University of Westminster gewinnen konnte. Sehr lobenswert auch die Einarbeitung von deutschsprachigen Literatur- und Internetquellen. ...
Seine Erzählungen zeichnen sich durch selbstkritische Stellungnahmen aus, wodurch z.B. die Berichte über seine vielfältigen Therapieerfahrungen stets glaubhaft und ausgewogen wirken. Er bleibt auch angenehm ehrlich gegenüber seiner eigenen (durchaus erfolgreichen) Entwicklung mit dem Stottern, die er bei allen Errungenschaften nicht für abgeschlossen hielt. ...
Vor wenigen Monaten ist Marty Jezer zu früh an einer Krebserkrankung verstorben, ein großer Verlust für seine vielen stotternden Freunde. In seinem Buch lebt er glücklicherweise mit seiner Menschlichkeit und seinem klugen Realitätssinn weiter. Nun auch für den deutschsprachigen Leser - danke!“
Sebastian Freund in Der Kieselstein, Heft 9, 2005

„William Perkins, einer der führenden Stotterexperten, bekannte am Ende seines Berufslebens, angesichts bestimmter Irrtümer: 'Wir hätten es besser wissen können, wenn wir wirklich auf das gehört hätten, was uns die Stotterer sagten, und das beachtet hätten, was sie geschrieben hatten.' Hier gibt es etwas zu lesen! ...
In seinem Bericht verknüpft der Autor in einer sehr lebendigen Weise die interessanten Stationen seines Lebens, die Geschichte seines Stotterns und seine Gedanken über das Stottern und dessen Behandlung im allgemeinen. 'Ursprünglich sollte es ein Sachbuch werden', schreibt er in einem Vorwort, aber Freunde hätten ihn gedrängt, mehr persönliche Erlebnisse und Anekdoten aus seinem Leben einzufügen, als er ursprünglich geplant hatte. 'Erzähl deine Lebensgeschichte', drängten sie, und so ist ein persönlich geprägtes Fachbuch und gleichzeitig eine faszinierende Biografie entstanden.
Wem kann man nun das Buch empfehlen? Die Zeitschrift 'New York Times Sunday Book Review' kam zu dem Schluss 'If you stutter, read it!', aber das scheint mir zu kurz gegriffen. Ein Stotterer kann hier natürlich viel lernen, sich in vielem bestätigt sehen und vieles auch als Herausforderung begreifen, durch das bisherige Sicht- und Vorgehensweisen in Frage gestellt werden.
Noch wichtiger allerdings scheint es mir, dass dieses Buch von den Fachleuten gelesen wird, insbesondere von solchen, die sich für das Thema Stottern interessieren, aber selbst nicht stottern. Durch Jezers Darstellung bekommt man nicht nur einen tiefen Einblick in die Persönlichkeit und die Lebenserfahrungen eines Menschen, der zeitlebens gestottert hat, weitab von allen Klischees, sondern auch eine erhellende Schilderung seiner Erlebnisse als Patient im Therapieprozess.
Mir selbst hat es besonders gut gefallen, durch Jezers Lebensbericht Einblicke zu erhalten in die Therapieszene in den USA und deren Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte. Viele der Protagonisten seiner Therapieerlebnisse, z.B. Oliver Bloodstein, William Perkins und Martin Schwartz, kenne ich persönlich, so dass diese mir - im Guten wie im Bösen - viel deutlicher werden. Jezer (Jg. 1940) und ich sind fast Altersgenossen, und so bieten sich mancherlei Vergleiche an, auch mit den deutschen Verhältnissen. ...
Als 1978 das Büchlein 'An einen Stotterer' erschien, habe ich im Nachwort die Hoffnung geäußert, dass dieses dazu beitragen wird, die Hilflosigkeit der Therapeuten angesichts der (wörtlich) 'seltsamen Welt' des Stotterers abzubauen. Werner Orthmann, damals Professor für Sprachheilpädagogik in Reutlingen, hat sich in einer Rezension für dieses 'offene Wort' bedankt, ohne dass er es allerdings gewagt hätte, sich selbst als Stotterer zu 'outen'.
Wir erhalten hier eine Fülle von zum Teil sehr intimen Einblicken in diese 'seltsame' Welt im Rahmen einer reichhaltigen und faszinierenden biografischen Darstellung, die jedenfalls in deutscher Sprache ihresgleichen sucht. Eine Pflichtlektüre für jede Logopädin und jeden Logopäden, der sich für Stottern interessiert!“
Andreas Starke in Forum Logopädie, Heft 4, 2005

„Herr Jezer beschreibt sich selbst als ein Mensch der in den späten 40-er Jahren in New York eine goldenen Kindheit erleben durfte. Er stottert sein Leben lang und seine offensichtlich der amerikanischen Oberschicht angehörende Familie hat ihm alle Therapien zugänglich gemacht, die es damals in und zum Teil auch außerhalb der USA gab. Mit Jezer kann der Leser eine sehr interessante autobiographische Reise durch die Historie der Behandlung des Stotterns von 1950 bis Heute machen. Er lernt die vielfältigen Therapieansätze des Stotterns und dahinter stehenden Theorien auf eine sehr persönliche Weise kennen. Jezer berichtet von seinen lebenslänglichen Erfahrungen, Hoffnungen und immer wieder Enttäuschungen mit der Psychoanalyse, mit Sprechhilfen, über seine Therapien bei Spezialisten, wie zum Beispiel bei Bloodstein, Schwarz, Webster, über seine Erfahrungen mit medikamentösen Ansätzen und elektronischen Sprechhilfen (Edinburgh Masker). Auch exotische Methoden wie zum Beispiel Rolfing, sich treiben lassen in einem Isoliertank, Ernährungsumstellung und Yoga werden nicht ausgelassen. Jezer gibt auch einen interessanten Einblick in die Entstehung und Nützlichkeit der Selbsthilfebewegung. Er selbst hofft nach den vielen Misserfolgen jetzt auf das ultimative Medikament und die Erkenntnisse der aktuellen neurologisch orientierten Forschung. Bis es soweit ist, empfiehlt er möglichst früh Therapie zu machen, wobei er erfreulicherweise immer wieder betont, dass sich die Angebote verbessert haben und es sich sehr lohnen kann diese auch möglichst frühzeitig zu nutzen. Er selbst propagiert vor allem auch sich in Selbsthilfegruppen zu engagieren und zu lernen mit seinem Stottern aktiv umzugehen.
Das Buch richtet sich an alle stotternden Menschen, es soll inspirieren 'für die eigene Reise zu Selbstfindung und Selbstakzeptanz'. Es soll aber auch Therapeuten, Eltern, Freunden, Partnern, Arbeitskollegen und allen interessierten Lesern 'Einsicht geben, was es bedeutet, ein stotternder Mensch zu sein' (S. 18).
Insgesamt ist das Buch sicher eine Bereicherung für jeden Betroffenen und interessierten Leser. Sehr hilfreich auch das ausführliche Personen- und Stichwortverzeichnis. Für die angehenden Therapeuten ist es eine wertvolle Erfahrung die Patientenperspektive in einer komplexen Vielschichtigkeit kennen zu lernen. Auch Eltern, Partner und weitere Bezugpersonen können das mögliche Innenleben und die alltäglichen Probleme eines schwer stotternden Menschen intensiv erfahren.
Zu Bedenken ist, dass kein ausgereifter Ratgeber erwartet werden kann. Dem Laien fällt es sicherlich schwer aus der recht unstrukturiert dargebotenen Vielfalt der Themen, wissenschaftlichen Berichten, eigenen Erfahrungen, persönlichen Meinungen und unterschiedlichsten Theorien einen 'roten Faden' für sich zu finden. Aber das ist wohl auch nicht das Ziel des Werkes. Ziel ist es - und dies kann durchaus gelingen - den Betroffenen zu ermutigen sich auf den eigenen Weg zu machen!“
Dieter Rommel in Sprache - Stimme - Gehör, Heft 29, 2005

Klicken Sie bitte hier für Lesermeinungen zur englischen Originalausgabe.

Zu „Intensiv-Modifikation Stottern: Die Modifikation“ von Hartmut Zückner

„... In einem 130 seitigen Manual für Therapeuten werden die Anwendung, Einführung und Technik von Prolongation, Pull-Out und Nachbesserung genauestens beschrieben und zu jeder Sprechtechnik detaillierte Übungseinheiten sehr 'bildhaft' dargestellt. Der Autor setzt sich zudem intensivst mit der Transferproblematik der Modifikationstechniken in den Alltag auseinander und gibt hilfreiche praktische Tipps zur Lösung möglicher Schwierigkeiten bei der Umsetzung und Aufrechterhaltung. ...
Dem Autor ist es mit dem 3-teiligen Set zur 'IMS: Modifikation' gelungen, ein wirklich umfassendes Material zur Durchführung eines erprobten Therapieverfahrens zu erstellen. Die langjährige Erfahrung des Autors sowohl mit stotternden Jugendlichen und Erwachsenen als auch mit den verschiedensten Nicht-Vermeide-Ansätzen kommt hier voll zum Tragen; selbst der erfahrene Therapeut erhält noch viele Anregungen für seine praktische Arbeit mit Stotternden und kann sein therapeutisches 'Knowhow' erweitern. ...
Einige Therapeuten oder Patienten werden die vorgegebenen Übungsaufgaben bzw. Übungen auf den CDs als ein zu sehr festgelegtes Programm empfinden, andere wiederum sehen in dem programmatischem Ablauf eine große Unterstützung. Von den vielen hilfreichen Hinweisen, die in einer klaren, anschaulichen und übersichtlichen Form dargeboten werden, können ... alle profitieren.“
Bernd Koppenhagen in Die Sprachheilarbeit, Jg. 50 (2), April 2005

„Das Buch mit seinen Begleitmaterialien ermöglicht es Therapeutinnen, die Modifikationsphase einer Nicht-Vermeide-Therapie erfolgreich durchzuführen und liefert damit einen Hauptbestandteil einer erfolgreichen Stottertherapie. ...
Der Aufbau einer erfolgreichen Modifikation anhand von Zeitlupensprechen, Prolongationen, Pull-Outs und der Nachbesserung mit Hilfe von Prolongationen wird sehr gut strukturiert und absolut umsetzbar in der Praxis dargestellt.
Die Übungsmaterialien bestehen aus sehr detaillierten und gut verständlichen Informationsblättern für die Bereiche Zeitlupensprechen, Prolongation, Pull-Out und Nachbesserung sowie aus konkreten Übungsanleitungen in den jeweiligen Bereichen der Modifikation. Sie enthalten Übungen im Therapieraum, Aufgaben ohne TherapeutIn, Aufgaben am Telefon und Aufgaben in vivo.
Die Aufgabenstellungen sind lebensnah, daher motivierend und konkret. ...
Zusammenfassend ist das Komplettwerk sehr hilfreich für alle nach Nicht-Vermeide-Ansätzen arbeitenden Therapeuten, Stottern erfolgreich zu modifizieren. Zu wünschen bleibt letztendlich nur, dass die IMS auf die Bereiche der Identifikation und Desensibilisierung erweitert wird und diesbezüglich ein ähnliches Werk erscheinen möge.“
Ulrike Sick in Forum Logopädie, Heft 6 (18), 2004

Zu „Stottern erfolgreich bewältigen“ von Angelika Schindler

„... Vom Inhalt her möchte ich dieses Buch ... allen stotternden Jugendlichen und Erwachsenen, Eltern, Pädagogen, Angehörigen und Freunden ans Herz legen: Hier finden Sie kompakt aufbereitete Information. Herausragend sind die 'Leitfragen zum Therapieangebot', die Betroffene sowohl mit sich als auch mit dem Therapeuten vor Beginn einer Therapie klären sollten, und auch die 'Orientierungshilfen für Angehörige und FreundInnen'.“
Andrea Grubitsch in dialog - Mitteilungsblatt der Österreichischen Selbsthilfe Initiative Stottern, Heft 1, 2005

„... Zunächst wird in einfacher und für den Laien gut nachvollziehbarer Sprache die Phänomenologie des Stotterns in seiner Komplexität dargestellt. Daraufhin werden im Rahmen von aktuellen multikausalen und idiografischen Störungsmodellen die potentiell vielfältigen disponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen des Stotterns ebenfalls adäquat aufgezeigt. Sicherlich zu einfach und den Laien möglicherweise in die Irre führend ist die Darstellung der differenzialdiagnostischen Entscheidungskriterien im Kapitel 'Stottern - eine Entdeckungsreise' zu psychogenem, neurogenem und dem eigentlichen (idiopathischen) Stottern. ...
Die dargestellten Methoden mit dem Schwerpunkt auf der direkten Behandlung des Stotterns und der Selbsthilfe sind aber wiederum sehr prägnant und gut nachvollziehbar beschrieben. Nützlich sind sicherlich auch die Fragen, die jeder Stotternde sich selbst, dem Therapeuten und an die Therapie stellen sollte. ...
Ich selbst gehe mit Ratgebern sehr vorsichtig um und empfehle diese erst, wenn ich den Patienten kenne und um die Probleme des Patienten weiß.
Insgesamt kann der vorliegende Ratgeber sicherlich mit gutem Gewissen als Einstieg in den Themenkreis 'Behandlung des chronifizierten Stotterns' empfohlen werden, sofern mit den Betroffenen geklärt ist, dass - und das wird dankenswerter- und erfreulicherweise im Ratgeber selbst auch thematisiert - die dargestellten Therapiestrategien als ausgewählte Vorschläge und Anregungen zu verstehen sind, die im Einzelfall immer kritisch hinterfragt werden müssen.“
Dieter Rommel in Sprache - Stimme - Gehör, Heft 28, 2004